Vorausgehende Informationen über den 'Tag der Ehre'
Nachstehend geben wir vorausgehende Informationen über die Details vom diesjährigen 'Tag der Ehre' und der Gedenkwanderung 'Ausbruch'. Die Veranstaltungen werden am 12. Februar, am Samstag abgehalten.
Mit Rücksicht auf das große Interesse für die Veranstaltung suchten unsere Organisatoren nach Möglichkeiten der Abwicklung der Gedenkveranstaltung an einem öffentlichen Platz, jedwede Möglichkeit davon wurde jedoch vom System abgelehnt. Man verhinderte sogar die Inanspruchnahme von Privatgrundstücken neben der Stadt.
Das stört uns nicht besonders, wir können die würdige Gedenkveranstaltung, wenn es sein muss, auch am Lichte von Fackeln, mitten im Wald abhalten. Sie irren sich auch, wenn sie denken, dass die Veranstaltung für uns eine besondere strategische Bedeutung hat. Wir wollen gedenken und nicht paradieren.
Ein Ort an einem öffentlichen Platz oder am Stadtrand wäre nur für unsere, vor allem älteren Kameraden, die zu unserer Veranstaltung kommen, eine günstige Lösung gewesen. Das Verbot davon bedeutet höchstens eine Unannehmlichkeit, aber ein Hindernis keinesfalls.
Die Zeremonie wird deshalb auf einer Waldwiese abgehalten, die man mit einem Spaziergang von ca. einer Stunde erreichen kann. Es ist nicht anstrengend, aber den Marsch auf dem Gelände empfehlen wir den Älteren nicht.
Nach der Veranstalung und der Ordnung der Ausrüstung begann die Wanderung, mit den sich später Anschließenden insgesamt mit 141 Teilnehmern. Ein paar Kilometer nach dem Ausgangspunkt, zündete der Schamane der Goldspießträger zur Ehre der Helden ein symbolisches rituelles Feuer an. Er bat für unsere Ahnen, die Helden und die junge Generation um Segen. Das schnell aufflammende rituelle Feuer erfüllte uns alle mit Wärme.
Nach der einleitenden Strecke wurden die Wanderer in drei Gruppen geteilt. Die nächste Strecke hielt die größten Höhenunterschiede der Wanderung bereit. Eini gute Zeit danach, bei der Abzweigung bei Nagykovácsi gab es die einzige Aussteigemöglichkeit für diejenigen, die am selben Tag noch zu Hause ankommen sollten, die sich verletzten oder unsicher waren, ob sie es schaffen. Die Aufteilung der Gruppen gab es somit ab dann nicht mehr.
Die Anführer der Ungarischen Nationalen Frontlinie (Magyar Nemzeti Arcvonal - MNA) gingen irgendwann in der Mitte der neunziger Jahre in der Budaer Burg spazieren. Es gab noch keinen 'Tag der Ehre', der 11. Februar 1945 war noch kein allgemein bekanntes Datum. Es war nur ein verschwiegenes Heldenkapitel in der Geschichte. Die Anführer der Frontlinie sprachen, während sie auf dem blutgetränkten Pflaster gingen, über historische Zeiten. Darüber, dass es hier am Ende des Krieges etwas geschah...
„Ich war da”, ergriff ein alter Veteran, Kamerad Rezső Vojt (Rudi, ehemaliger SS-Soldat, der Sechstangeklagte des MNA-Prozesses) hinter ihnen das Wort. Da ist der 'Tag der Ehre' geboren. Das Fest der militärischen Treue und Standhaftigkeit. Die Publikation 'MNA Informationsschrift' machte 1995, zum fünfzigsten Jahrestag zum ersten Mal die Geschichte des Ausbruchs bekannt. In demselben Jahr gedachte die Frontlinie des historischen Ereignisses, dem sie den Namen 'Tag der Ehre' gab, im geschlossen Kreis, als Erster im Land und sie erklärte es nach einem Jahr für einen Nationalfeiertag. Zu dieser Zeit wurde das Fest erneut im geschlossenen Kreis, dann 1997 und in den darauffolgenden zwei Jahren landesweit, in der Burg von Buda mit von Jahr zu Jahr wachsender Anzahl der Teilnehmer veranstaltet. Im Jahre 1999 bedeutete es beinahe 2000 Teilnehmer und für das darauffolgende Jahr konnte man bereits auf das Doppelte davon rechnen. Durch die von der MNA organisierten Gedenkveranstaltungen wurde der Jahrestag tatsächlich zu einem neuen Nationalfeiertag, die von den verschiedenen nationalen Organisationen, Gruppen von Jahr zu Jahr abgehalten werden.